Warum Aktivismus und was bedeutet das?

Aktivismus ist einfach erklärt: Ein Aktivist ist eine Person, die auf intensive Weise für die Durchsetzung bestimmter Ziele eintritt. Die Art und Weise, wie diese Ziele verfolgt werden, sind eher informell, d.h. in Form von Öffentlichkeitsarbeit, Demonstrationen, Mahnwachen etc.

Aktiv bin ich erst seit etwas über einem Jahr. Angefangen hat das mit meinem Engagement gegen den geplanten Neubau einer Schlachtfabrik in meiner damaligen Wohngemeinde Großenkneten (mehr dazu könnt ihr hier lesen). Vielleicht lag es daran, dass es um etwas ging, was direkt vor meiner Haustür passierte….ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall wuchs sehr schnell in mir die Erkenntnis, dass ich nichts verändern kann, wenn ich nicht selber aktiv werde. Seit dem ist der Aktivismus zu einem Hauptbestandteil in meinem Leben geworden. Soweit es irgendwie machbar ist, bin ich deutschlandweit auf Demonstrationen, Mahnwachen, Infoständen etc. Ich diskutiere, informiere und manchmal schreie ich mir auch einfach meine Wut über die ganze Ungerechtigkeit auf dieser Welt aus dem Leib.

Warum das Ganze? Einfache Antwort: Ich möchte später nicht vor meinen Kindern stehen (falls ich mal welche hab) und sagen müssen „ich habe von dieser ganzen riesen Ungerechtigkeit auf unserer Welt gewusst, war aber nicht bereit, etwas dagegen zu unternehmen“ Ich möchte, dass diese Welt besser wird. Ich habe einen Traum, dass eines Tages….okay, das wäre jetzt geklaut… aber mein Traum wäre, dass vielleicht eines Tages der Mensch nicht mehr von der Zerstörung seiner Welt lebt…oder zumindest etwas weniger ignorant seiner Umwelt gegenüber ist.
Kann ich was mit meinem Aktivismus verändern? Ganz ehrlich – weiß ich nicht… Die Macht, Entscheidungen zu treffen, liegt leider oft bei den falschen Personen (aus meiner Sicht falschen Personen) Aber die Geschichte hat gezeigt, dass sich immer wieder Menschen erhoben haben und auch gegen stärkere Systeme gewonnen haben (Gleichberechtigung von „Schwarzen“ in Amerika, Wahlrecht für Frauen etc.) Ich lebe in diesem Punkt frei nach dem Motto „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“, von da her werde ich weiter demonstrieren gehen. Ich werde keine politischen Entscheidungen beeinflussen können, aber ich kann jedem einzelnen Menschen auf der Straße in die Augen sehen und in auf problematische Umstände aufmerksam machen. Und wenn ich von den vielen Menschen, an denen ich vorbei gehe, einer dabei ist, der anfängt um zu denken und z.B. statt dem 1,99 Hähnchen im Angebot ein Hähnchen aus dem Bioladen zu kaufen, dann hat sich etwas bewegt. Das ist vielleicht dann noch weit weg von dem, wofür ich einstehe, aber ein Stück weiter, in die richtige Richtung. Und wenn dies ganz oft auf geschieht, kann sich vielleicht das Gesicht der Welt verändern.
Oh, das war aber jetzt ein schöner Abschlusssatz 😉

 

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